Rückblick auf die bisherige Saison 2018/19 der Friedberger B-LIGA Gruppe 1

 

Der SV Nieder-Weisel II führt etwas überraschend die B-Liga 1 an

Nur ein Tor besser als Mitfavorit Schwalheim – Top-Favorit Ober-Mörlen in Lauerstellung - Marin Seidel (23) vor Kai Schnitter (19 Tore)

 

Mit dem SV Nieder-Weisel II ist ein Team an der Spitze der Friedberger B-Liga Gruppe 1, das zwar nicht als Sensation gilt, aber das man in dieser Form so nicht erwarten konnte. Immerhin haben die „Blau-Weißen“ 14 ihrer 18 Saisonspiele gewonnen und dabei 62:30 Tore erzielt. Das ist genau ein Tor mehr in der Differenz als der >Zweite< SV Schwalheim, der ebenfalls 42 Punkte eingespielt hat. Top-Favorit und A-Liga Absteiger SV Ober-Mörlen folgt mit drei Punkten Rückstand auf dem dritten Platz, vor der starken SG Oppershofen und dem Geheimfavoriten Türk. SV Bad Nauheim II. Als Absteiger steht der Aufsteiger SV Blau-Weiß Espa so gut wie fest, denn die Blau-Weißen haben alle ihr 19 Saisonspiele verloren und das teilweise recht deutlich. Hut ab das sich der SV weiterhin der Aufgabe Sonntag für Sonntag stellt. Vor den Vogl-Schützlingen rangieren die anderen beiden Aufsteiger (TSV Ostheim II und Traiser FC II) der letzten Saison, was eigentlich deutlich macht, wie groß doch der Unterschied zwischen C-Liga und B-Liga ist.  

Großen Anteil an dem Nieder-Weiseler Höhenflug hat Routinier und Torjäger Kai Jörgen Schnitter, dem schon 19 Saisontore gelungen sind und der damit den zweiten Platz in der Torschützenliste belegt. Die Blau-Weißen (18 Spiele/42 Pkt.) haben die Saison gut begonnen (10 Siege aus 13 Spielen), mussten sich nur den Favoriten Ober-Mörlen (0:2) und Schwalheim (1:2) und im Derby dem SVP Fauerbach (2:3) geschlagen geben, allerdings jeweils zu Hause vor den eigenen Zuschauer. Die 4. Niederlage war ebenfalls eine Derbyniederlage beim SV Hoch-Weisel II (1:2). Der deutlichste Sieg gelang gegen den Nachbarn Ostheim II (7:2) und auf eine Punkteteilung ließ man sich nie ein. Der Tabellenzweite SV Germania 1912 Schwalheim (18/ 42 Pkt.) hat auch nur sieben seiner zehn Heimspiele gewonnen. Bei nur einem Remis (1:1 im Spitzenspiel gegen Ober-Mörlen) aber auch nur zweimal (gg Wisselsheim 0:4 und gg Türk.SV Bad Nauheim II 1:4) verloren. Überhaupt haben die Germanen, die in der Fremde noch nie bezwungen wurden, erst am 13. Spieltag das erste Mal verloren. Als Torjäger fungiert bei den Grün-Weißen, die mit dem 8:0 gegen Espa ihren höchsten Sieg feierten, auch ein Routinier, nämlich Rene Steinhorst, der bisher 15mal getroffen hat. Das Gleiche gilt auch für den Tabellendritten und Top-Favoriten SV 1920 Ober-Mörlen (18/ 39 Pkt.), bei dem Top-Torjäger Matthias Weckler mit 16 Treffern die Liste anführt. Die Usa-Taler, denen gleich zwei zweistellige Siege (gg Trais 10:0 und natürlich Espa 10:1) gelangen, begannen die Saison ähnlich dominant wie die Schwalheimer, nur mussten sie schon am 12. Spieltag die erste Niederlage quittieren und zwar beim 3:4 in Bingenheim. Die zweite Saisonniederlage basiert aus einem 0:1 gegen den Tabellenvierten SG 1971 Oppershofen (18/ 35 Pkt.) der noch weitere vier Punkte dahinter platziert ist. Die Mannen von Christian Ehnert, die die Saison mit einer 2:4- Heimniederlage gegen Nieder-Weisel II begonnen haben, haben allerdings schon fünf Saison-niederlagen auf ihrem Konto. Drei davon resultieren aus den letzten drei Saisonspielen in Nieder-Weisel (3:4), gegen Butzbach (1:3) und in Rödgen (2:5). Diese kleine Negativserie hat sie nun im Meister-schaftsrennen weit zurückgeworfen, waren sie doch am 15. Spieltag nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter zurück. Allerdings mussten die Blau-Weißen auch schon 10mal in der Fremden antreten, anders als die drei Führenden, die erst 8mal auswärts tätig waren. Bester Torschütze ist der Ex-Butzbacher Konstantin Schreiner mit 14 Treffern. Beim Tabellenfünften, dem Geheimfavoriten Türkischer SV 1973 Bad Nauheim II (18/ 33 Pkt.), sind die Auswärts- und Heimspiele gerecht verteilt (9/9) und fast gleichermaßen erfolgreich (16/17 Pkt.). Mit 41 Toren auf dem Rödgener Kunstrasenplatz sind die Rot-Weißen erfolgreichstes Heimteam, auch weil ihnen dort der höchste Sieg der Liga gelang, das 14:0 gegen das Schlusslicht Espa. Die recht durchwachsene Saison begann ebenfalls mit einer Niederlage (0:4 gegen Schwalheim) und beinhaltet auch die zwei einzigen 4:4-Unentschieden der Liga-Saison gegen Oppershofen und Ober-Mörlen. Treffsicherster Spieler ist Ferdi Kara mit 10 Toren. Von solchen Spielern besitzt der Tabellensechste, die TSG 1847 Wölfersheim (18/ 29 Pkt.) gleich zwei. Marvin Seidel (23 Tore) und Niklas Knoll (18) haben 41 der 56 TSG-Tore erzielt und sind somit ganz vorne dabei in der Trefferliste. Eine kleine Minikrise kurz nach dem guten Beginn der Saison (3 Spiele ohne Niederlage – dann 5 Niederlagen in 7 Spielen) ließ keine bessere Platzierung zu, sodass man schon mit einer Monsterserie in der zweiten Saisonhälfte aufwarten müsste, um noch einmal ins Titelrennen eingreifen zu können. Mit dem 9:3 in Trais und dem 11:1 gegen Espa sind die Schützlinge von Andreas Brenner allerdings in der Wertung der torreichsten Spiele ganz vorne zu finden. Die gleiche Punktzahl wie die TSG (29) haben die Schützlinge von dem Trais-Münzenberger Stefan Hiecke, der Tabellenachte  TSV 1961 Rödgen (19/ 29 Pkt.), aufzuweisen. Hier verhinderte, nach zwei 4:1-Saisonauftaktsiege in Hoch-Weisel und in Wisselsheim, eine Serie von acht Spielen ohne Sieg eine bessere Platzierung zum Jahresende. Insgesamt hatten die Blau-Weißen zu Saisonbeginn gleich sieben Auswärtsspiele in Folge (hier sollten wohl die Rückspiele in den Wintermonaten auf Kunstrasenplatz gesichert werden), was Coach Hiecke schon als einen Nachteil empfand. Denn außer den beiden schon erwähnten Siegen zum Beginn gelang kein „Dreier“ mehr in diesen Auswärtsspielen. Anders in den letzten acht Saisonspielen (alle zu Hause), hier wurden gleich sechs Siege eingefahren und somit die Platzierung stark verbessert. Der höchste Sieg war das 8:1 gegen (na gegen wen schon) Espa und der treffsicherste Schütze ist Ahmad Alkhalaf mit 11 Toren. Vier Punkte hinter dem TSV rangiert der SV 1930 Steinfurth II (18/ 25 Pkt.), ein Team das vier der ersten fünf Saisonspiele verlor. Erst danach stabilisierten sich die Rosendörfer (13 Spiele/ 6 Siege, 4 Remis) und kletterten auf Platz 8. Die Staisch-Schützlinge sind auch dafür verantwortlich das es in dieser Saison schon zwei torlose Spiele gegeben hat, denn beim Vergleich mit dem KSV Bingenheim und der FSG Wisselsheim fielen keine Tore. Als beste Torschützen haben sich mit Cavit Ünal und Philipp Zeibig gleich zwei SV-Spieler herauskristallisiert, die jeweils 7mal getroffen haben. Den deutlichsten Erfolg gab es beim 6:1 am Traiser Wäldchen und mit sieben Siege, vier  Unentschieden und sieben Niederlagen hat man eine ausgeglichene Bilanz. Das kann der Nachbarverein, die FSG 1921 Wisselsheim (19/ 24 Pkt.), als Tabellenneunter, nicht behaupten, denn die Bilanz weist eine Niederlage mehr auf. Die Schützlinge von Trainer Andre Morgenstern haben mit 24 Punkten die gleiche Punktzahl wie die auf Platz 10 folgenden  „Philippsecker“, die aber das schlechtere Torverhältnis besitzen. Die Bad Nauheimer Vorstädter, die auf dem Hitzberg beheimatet sind, weisen aber eine besonders schlechte Heimbilanz (7 Pkt.) vor. Nur zwei der absolvierten neun Heimspiele konnten gewonnen werden, fünf dagegen gingen verloren. Besser sieht es in der Ferne (16 Pkt.) aus, wo die Hälfte der ausgetragenen Spiele gewonnen (5) wurden. Als bester Torschütze erscheint Muhammed Yaya mit 12 Treffern auf Platz 11. Da sieht es beim SVP 1971 Fauerbach (19/ 24 Pkt.), dem Zehnten der Tabelle, geringfügig besser aus, denn Torjäger Fabian Brüning rangiert mit 13 Treffern auf Platz 10. Den deutlichsten Sieg feierten die Billasch-Schützlinge, die nach tollem Start, katastrophaler weise keines der letzten acht Spiele gewinnen konnten, am Traiser Wäldchen, wo sie völlig überraschend mit 8:1 siegten. Sechs Niederlagen in Folge ließen die Blau-Weißen gegen Ende des Jahres auf Platz 10 abstürzen. Genau entgegengesetzt verlief es beim Tabellenelften, dem VfR 1910 Butzbach (19/ 23 Pkt.), der nach miserablen Start (nur ein Sieg aus 8 Spielen) am Ende aus sieben Spielen 16 Punkte (5/1/1) holte und dabei, genau wie gegen Ostheim II und Espa, gegen den SVP Fauerbach zum dritten Mal in dieser Saison mit 5:1 gewann, den höchsten Saisonsieg. Vereinstoptorjäger Jens Bergen hat auch in dieser Saison die meisten Treffer erzielt, nämlich dreizehn. Da ist der Torjäger des Tabellennachbarn KSV 1928 Bingenheim (18/ 22 Pkt.), Tobias Stete, um einen Treffer besser gestellt, denn er hat schon 14 Tore auf dem Konto. Dafür haben die Ulrich-Schützlinge ein Spiel weniger ausgetragen als der VfR, aber mit nur drei Punkten (aus 7 Spielen) die zweischlechteste Auswärtsbilanz. Nur beim deutlichen 7:1 Sieg in Espa, zusammen mit dem 7:1 Heimsieg gegen Espa, die beiden höchsten Siege der Saison, konnten die Grün-Schwarzen auswärts punkten. Dagegen stehen nur zwei Heimniederlagen in elf Heimspielen, was in der Summe 22 Punkte ergibt. Gut ist auch die Heimbilanz des Tabellendreizehnten SV 1946 Hoch-Weisel II (18/ 20 Pkt.), der in acht Spielen 14 Zähler gesammelt hat. Der höchste Sieg und auch der einzige in den ersten 9 Spielen, wurde beim 9:1 gegen Espa, der schönste beim 2:1 gegen Tabellenführer SV Nieder-Weisel II gefeiert. Dazwischen lag der 3:0 Erfolg gegen Ostheim II und die anderen beiden Siege gelangen gegen Ende des Jahres gegen Wölfersheim (3:0) und gegen Espa (5:1). Die meisten Treffer erzielte Nicolas Koch, der sechs Tore auf dem Konto hat. Einen Treffer mehr hat der beste Torschütze des Aufsteigers und Tabellenvierzehnten Traiser FC II (18/ 18 Pkt.), Johannes Walter, der 7mal traf. Die Geißböcke sind als Neuling sehr ordentlich in die Saison gestartet, denn vier der ersten sieben Spiele wurden gewonnen, darunter auch der höchste Saisonsieg, das 7:1 gegen Espa. Danach gab es eine Negativserie von acht Niederlagen in Folge, was nur der Tabellenletzte SV Espa überbot. So stehen insgesamt aus 18 Spielen sechs Siege zu Buche, was theoretisch bedeutet, dass man in jedem Spiel einen Punkt ergattert hat. Das kann der Tabellenvorletzte und Mitaufsteiger TSV 1908 Ostheim II (19/ 11 Pkt.) von sich nicht behaupten, denn die Wanzke-Truppe haben nur drei der 19 Spiele erfolgreich gestaltet, u.a. der 2:1 Auftaktsieg gegen Steinfurth II, der 6:0 Sieg gegen Espa und das 4:0 gegen den Traiser FC II. Zweimal noch ein 2:2 gegen Rödgen und Fauerbach, das war‘s. Die meisten der 24 Törchen steuerte Marius Bodea bei, nämlich sechs, also jedes 4. Tor des TSV. So etwas kann man von einem punktlosen Tabellenletzten, dem SV 1981 Blau-Weiß Espa, nicht aufführen, denn hier wurden alle 19 Spiele verloren. Eigentlich ist es eine große Leistung des Vereins und der Spieler, sich jeden Sonntag immer wieder mit meist übermächtigen Gegnern zu messen. Hut ab also SV, der ja solche Niederlagen wie das 0:14 bei den Türken, das 1:11 in Wölfersheim, das 1:10 in Ober-Mörlen oder das 1:9 in Hoch-Weisel wegstecken musste. Die meisten der 16 Törchen hat Tim Heinemann erzielt, der 5mal traf. Kann man nur hoffen, dass der olympische Gedanke in Espa noch 11 Spiele durchhält.                            

Insgesamt wurden bisher in der B-Liga Friedberg Gruppe 1 (Nord) 147 Spiele ausgetragen, von denen 20 Unentschieden endeten. 10mal hieß es 1:1, 5mal 2:2, je zweimal 0:0 und 4:4 und nur einmal 3:3 (Hoch-Weisel II gg Fauerbach). Das häufigste Ergebnis insgesamt war das 3:0, das 14mal vorkam, gefolgt von dem 4:1 das 12mal gemeldet wurde. 11mal wurden das 5:1 und das 2:1 notiert. Die besten Heimmannschaften sind der SV Ober-Mörlen und der SV Schwalheim, die zu Hause bei jeweils 10 Spielen 22 Punkte ergatterten. Knapp dahinter der Tabellenführer SV Nieder-Weisel II mit 21 Punkten. In der Fremde fühlte sich der SV Nieder-Weisel II am wohlsten, brachte er doch von den 8 Auftritten gleich 21 Punkte mit. Nur einen Punkt weniger hat der SV Schwalheim im Gepäck, bei gleicher Spielzahl. Die SG Oppershofen hat für ihre 19 Auswärtspunkte schon 10 Spiele gebraucht. Die schwächsten Heimmannschaften waren, außer den punktlosen >Esper<, die FSG Wisselsheim (7 Pkt/ 9 Spiele) und der TSV Ostheim II (8 Pkt./ 8 Spiele) und in der Ferne waren mit jeweils drei Punkten (1 Sieg) der KSV Bingenheim und der TSV Ostheim II die schwächsten Vertreter. In der Torschützenliste führt der Wölfersheimer Marvin Seidel (23 Tore), vor dem Nieder-Weiseler Kai Schnitter (19) und seinem Teamkollegen Niclas Knoll (18). Die längste Siegesserie (6 Siege in Folge) teilen sich gleich vier Vereine, nämlich der SV Ober-Mörlen (6. bis 11.Spieltag), der SV Schwalheim (6. bis 11.), der SV Nieder-Weisel II (8. bis 13.), sowie die TSG Wölfersheim (11. bis 16. Spieltag). Am längsten ungeschlagen war der SV Schwalheim, nämlich die ersten 12 Spieltage (11 Siege/ 1 Remis). Die meisten Siege hat der SV Nieder-Weisel II (14) eingefahren und die wenigsten Niederlagen kassierten Schwalheim (2) und Ober-Mörlen (2).

   
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