Rückblick Vorrunde - A-Liga Friedberg 2018/19

 

Die Aufsteiger FSG Burg-Gräfenrode und SKV Beienheim II überraschen in der A-Liga

Rockenberg, der Traiser FC und Hoch-Weisel hinken der Musik etwas hinterher  Aufsteiger TFV Ober-Hörgern in Abstiegsgefahr

 

Schon vor der Saison hatten die Experten Probleme sich auf einen Meisterschaftsfavoriten in der Friedberger A-Liga festzulegen. Da schwirrten Namen wie die von den Absteigern SG Dorn-Assenheim/Weckesheim und FC Kaichen oder TuS Rockenberg und FC Nieder-Florstadt herum. Ja sogar vom SV Hoch-Weisel und Traiser FC 72 war die Rede, aber auch der FC Hessen Massenheim wurde als Geheimtipp genannt. Bis auf den FC Nieder-Florstadt (10.) stehen auch alle genannten unter der ersten Acht der Tabelle, nach 18 Spieltagen. Mit den Aufsteigern FSG Burg-Gräfenrode (2.) und SKV Beienheim II (4.) hatte allerdings so keiner gerechnet und auch das der FC Hessen Massenheim (45 Pkt./ 19 Spiele) klar die Tabelle anführt war wohl eher unvorstellbar. Jetzt nach etwas mehr als die Hälfte der Saison haben die Schützlinge von Dennis Matter, die sich bisher noch nie die Punkte teilten, die beste Heimbilanz (27 Pkt.- alle 9 Spiele gewonnen, 30:2 Tore) und beste Auswärtsbilanz (18 Pkt.), obwohl alle ihr 4 Niederlagen in der Fremde registriert wurden. Dass die Hessen nun der große Aufstiegsfavorit sind zeigt auch die Tatsache, dass sie alle ihre letzten 5 Spiele zu Null gewannen, was das Torverhältnis von 20:0 bestätigt. Völlig überraschend, ja schon fast sensationell, rangiert der Aufsteiger FSG 1922 Burg-Gräfenrode (41 Pkt./ 18) auf dem zweiten Platz, vier Punkte zurück, aber auch ein Spiel weniger ausgetragen. Auch die FSG, mit 74 Toren das treffsicherste Team ist zu Hause (25 Pkt./ 9 Spiele – 8/1) noch ungeschlagen. Ebenfalls zu Hause noch ungeschlagen (9 Spiele – 6/3)    ist der KOL-Absteiger SG Dorn-Assenheim/Weckesheim (38 Pkt./ 18), aber mit 21 Zähler nur Fünfter der Heimtabelle. Dafür sind die Schütz-Schützlinge, die mit nur 21 Gegentoren die stabilste Abwehr besitzen, mit 17 Punkten zweitbestes Auswärtsteam (9 Sp./ 5/2/2). Als vierter der Tabelle hat sich der Aufsteiger SKV 1946 Beienheim II, Meister der B-Liga Gruppe Nord, etabliert, der ebenfalls eine enorme Heimstärke (25 Pkt./ 10 Sp.- 8/1/1) besitzt. Das Team von Uwe Fey hat allerdings in der Fremde (10 Pkt.) erst zweimal gewonnen. Auch dem heimstarken Tabellenfünften FC 1963 Kaichen (32 Pkt./ 17 Sp.), Absteiger aus der KOL, wird eine Auswärtsschwäche (nur 8 Pkt.) nachgewiesen. Dafür haben sie zu Hause (24 Pkt.) nur gegen den Traiser FC verloren. Auf Platz 6 der Tabelle rangiert der erste heimische Vertreter, der TuS 1912 Rockenberg (31 Pkt./ 18 Sp.), der an der Münzenberger Straße auch noch ohne Niederlage ist (8 Sp. – 6/2). Die Grün-Weißen von Trainer Volker Heerdt haben allerdings in der Fremde fünf der Zehn Spiele verloren. Ebenfalls schon 5mal in der Fremde (8 Sp.- 2/1/5) verloren hat der Tabellensiebte, der Traiser FC 72 (26.Pkt. /17 Sp.), der auch am heimischen Wäldchen schon zweimal (Ober-Hörgern 1:3, Hoch-Weisel 4:5) das Nachsehen hatte. Allerdings erzielen die Schützlinge von Andy Biehl, der auch in der kommenden Saison auf der Kommandobrücke der Geißböcke zu sehen sein wird, im Schnitt 4 Tore pro Heimspiel, die überdurchschnitt von den Zuschauern besucht wurden. Auch der Tabellenachte, der SV 1946 Hoch-Weisel (26 Pkt./ 18 Sp.), hat zu Hause erst zweimal (Massenheim 1:4, Burg-Gräfenrode 2:5) verloren, erzielte aber im Schnitt sogar 4,5 Tore in den sieben Heimspielen. Auswärts zeigten die Gelb-Schwarzen Weimer-Schützlinge, ausgenommen in Trais, wesentlich weniger Treffsicherheit, denn es gelangen in 11 Spielen nur 23 Tore, die meisten beim 5:4 Sieg in Trais. Platz 9 der Tabelle wird von den Blagojevic-Schützlingen der Spvgg. 08 Bad Nauheim (23 Pkt./ 18 Sp.) belegt, einem recht schwachen Auswärtsteam (5 Pkt.), das nur in Ober-Hörgern (2:1) gewinnen konnte. Allerdings blieben die Kurstädter nur einmal in den bisherigen 18 Auftritten ohne Torerfolg und das am ersten Spieltag beim 0:2 in Nieder-Florstadt. Diese Nieder-Florstädter sind der punktgleiche Tabellen-nachbar der 08ter auf Platz 10. Der FC 1920 (23 Pkt./ 18 Sp.) hat nur 5 Treffer Differenz gegenüber den 08ter, ist aber in der Fremde (10 Pkt.) doppelt so erfolgreich gewesen. Dafür fehlen zu Hause wieder diese 5 Punkte, wo man in 8 Spielen nur 14 Tore erzielte, davon fünf beim 5:1 gegen Hoch-Weisel. Das Ende des Tabellenmittelfelds ziert der SV 1920 Germania Ockstadt (21 Pkt./ 17 Sp.) auf Platz 11. Die Micelotta-Schützlinge hatten einen recht ordentlichen Saisonstart, mussten sich dann nach einer Niederlagenserie (4 Spiele in Folge verloren) eher mit dem Abstieg beschäftigen.  Insgesamt zeigten die Rot-Weißen in dieser Spielzeit eine ungewöhnliche Heimschwäche, wurden in den bisherigen 11 Heimspielen (5 Niederlagen) doch erst 12 Punkte errungen. Ähnliches bei dem sich in der Abstiegszone befindenden Tabellenzwölften, der SG 1927 Melbach (18 Pkt./ 17 Sp.), die in 10 Heimspielen erst 9 Punkte ergattern konnte. Erstaunlich hingegen das die Rot-Weißen Offermanns-Schützlinge in der Fremde, bei sieben Auftritten, genauso viele Zähler (9) einfuhren, ohne ein Remis zu akzeptieren. Das ist bei der SG Wohnbach/Berstadt (17 Pkt./ 17 Sp.), dem Tabellendreizehnten, ganz anders. Hier ist eine enorme Auswärtsschwäche (3 Pkt – nur Sieg 4:1 in Florstadt) unverkennbar. Nur das punktlose Schlusslicht Petterweil ist schlechter. Zu Hause aber wurden immerhin der SKV Beienheim II (4:1) und die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim (1:0) geschlagen, sowie Oly. Fauerbach II (4:0) und Petterweil (7:0). Auch beim Aufsteiger und Tabellenvierzehnten TFV 1972 Ober-Hörgern (16 Pkt./ 17 Sp.) ist eine Auswärtsschwäche zu erkennen, obwohl die Teschner-Schützlinge mit einem 3:1 Derbysieg am Traiser Wäldchen in die Saison gestartet sind. Solch ein Kunststück gelang den 72iger, die auch noch einen Punkt wegen nicht Erfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen bekommen haben, nur noch mal in Friedberg-Fauerbach (4:1). Interessant und aber etwas unverständlich ist bei den sich auf dem Relegationsplatz befindenden Gelb-Schwarzen, dass das Torverhältnis gegenüber die in der Tabelle vor ihnen legenden Vereine mit nur einem Minuszähler (34:35) recht vorteilhaft ist, obwohl von den letzten 7 Spielen (1/ 6) keines gewinnen konnte. Der FC Oly. 09 Fauerbach II (14 Pkt. / 18 Sp.) hat da, mit den -29 Toren (38:67), schon eine größere Bürde. Die 09ner, die am 6. Spieltag beim 5:3 gegen den Traiser FC und am 14. Spieltag beim 10:1 Sieg in Petterweil von sich Reden machten, haben klar die schlechtesten Karten im Abstiegskampf, auch weil sie die letzten 4 Spiele alle verloren haben. Alle Spiele (18) verloren haben bisher die Mannen von Miguel Miguela Correa, dem Trainer des Absteigers und erneutem Schlusslicht VfB Rot-Weiß 1969 Petterweil. 7:134 Tore haben die 69iger in den 18 Auftritten erwirtschaftete, darunter solche Ergebnisse wie das 0:11 in Hoch-Weisel, das 1:10 gegen FC Oly. Fauerbach II, das 1:12 in Kaichen oder gar das 0:15 in Roggau. Das wir hier von den Absteiger in die B-Liga Gruppe Süd reden ist jedem klar, obwohl theoretisch noch alles möglich wäre.  

In der A-Liga Friedberg wurden bisher 704 Tore erzielt, die meisten davon erzielte der Tabellenzweite und Aufsteiger FSG 1922 Burg-Gräfenrode, mit 74. Unglaublich ist allerdings, das auch die zweitmeisten Treffer von einem weiteren Aufsteiger erzielt wurden, nämlich vom SKV 1946 Beienheim II, mit 64. Die meisten Siege wurden, wie so oft, vom Tabellenführer erzielt, in diesem Fall vom FC 1930 Hessen Massenheim, der 15 der 19 Spiele gewann. Die meisten Niederlagen, in diesem Fall nicht schwierig zu erkennen, hatte das punktlose Schlusslicht VfB Petterweil, das alle 18 Spiele verloren hat und dabei 134 Gegentreffer einstecken musste. Hut ab wenn man die Runde zu Ende spielt. Die meisten Unentschieden erzielte der Aufsteiger SKV Beienheim II und der Absteiger SG Dorn-Assenheim/Weckesheim, mit jeweils 5 Remis. Nur Schwarz oder Weiß hingegen gab es bei Tabellenführer Massenheim, der sich mit niemand die Punkte teilte. Die positivsten Serien hatte der Aufsteiger FSG Burg-Gräfenrode und der Absteiger SG Dorn-Assenheim/Weckesheim die ihre ersten sechs Spiele alle gewannen. Während die FSG dann ihr 10. Spiel (0:1 in Bad Nauheim) erstmals verlor, geschah das bei der SG erst beim 11. Aufeinandertreffen (0:1 in Berstadt). Dafür haben die „Roggauer“ mit dem 15:0 gegen Petterweil den höchsten Sieg gelandet. In den bisherigen 142 Spielen gab es nur 19mal ein Remis, wobei das 1:1 achtmal, das 2:2 sechsmal, das 3:3 viermal und das 0:0 (Melbach gegen Rockenberg) nur einmal vorkam. Ansonsten war das 4:1 bzw. das 2:1 am häufigsten vertreten, denn Beide wurden 13mal benutzt. Ihnen am nächsten kam das 2:0, das 10mal gemeldet wurde. In der Torschützenliste führt der Hoch-Weiseler Niklas Beier zusammen mit dem Beienheimer Marcel Bilkenroth (jeweils mit 23 Tore), vor dem „Roggauer“ (Burg-Gräfenrode) Saber Ben Neticha (22), dem Kaichener Tim Kraft (17) und dem Massenheimer Marco Hoechst (14).

                                

   
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